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Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle im Gespräch mit den Landschaftsgärtnern 

Weingarten, 1. September 2010 
Die Stimmung in der GaLaBau-Branche, die Situation in der Ausbildung, die geplante Gesetzesinitiative zur interkommunalen Zusammenarbeit in Baden-Württemberg sowie der Wettbewerb mit sozialen Einrichtungen waren die zentralen Themen, die Vorstandsmit-glieder des VGL Baden-Württemberg mit dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle MdL erörterten. Um einen praxisnahen Überblick zu gewinnen, fand das Gespräch im Garten- und Landschaftsbaubetrieb Fritz Müller GmbH in Weingarten statt.

Vorstandvorsitzender Thomas Heumann ging zunächst auf die allgemeine Situation im Garten- und Landschaftsbau ein. „Die Nachfrage im Privatkundenbereich kann als sehr gut bezeichnet werden“, so Thomas Heumann, „hingegen ist der öffentliche Auftragsmarkt deutlich mehr umkämpft. Hier verschärft sich zunehmend die Konkurrenz, leider auch zu branchenfremden Betrieben, ob Tief- oder Straßenbau, Hausmeisterunternehmen oder Betrieben aus der Landwirtschaft.“ Dennoch positiv ist die Tatsache, dass das Bauen mit Grün für die Städte und Gemeinden zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Qualitative Ausbildung als Basis für eine erfolgreiche Zukunft
Mit derzeit ca. 1300 Ausbildungsverhältnissen liegt der GaLaBau innerhalb des Gartenbaus deutlich an der Spitze. „Unser Berufsstand hat erkannt, dass eine qualitative Ausbildung die wichtigste Basis für eine erfolgreiche Zukunft darstellt“, erläuterte Martin Joos, zuständig für die Ausbildung im Vorstand des Landesverbandes. Sowohl die Zahl der Ausbildungsbetriebe als auch die Ausbildungsverhältnisse im Garten- und Landschaftsbau sind in Baden-Württemberg in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile sind ca. 60 % aller Meister und 60 % aller Azubis im Gartenbau Landschaftsgärtner. .
Martin Joos hob die Leistungen des Ausbildungsförderwerks (AuGaLa) in Bad Honnef hervor. Durch die brancheninterne Umlageregelung werden Möglichkeiten geschaffen, in Nachwuchswerbung und Ausbildung nachhaltig zu investieren. Sein Dank ging auch an das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Die Unterstützung des Ministeriums, insbesondere in der überbe-trieblichen Ausbildung, trägt zu dem hohen Ausbildungsniveau in Baden-Württemberg bei. Damit das Ausbildungsniveau weiterentwickelt und verbessert werden kann, appellierte Martin Joos an den Minister, auch in Zukunft die Ausbildungsarbeit im Garten- und Landschaftsbau zu fördern.
Wirtschaften“ ist Aufgabe der gewerblichen Unternehmer 
Uschi App, Vorstand Markt und Wirtschaft, äußerte sich kritisch zu dem geplanten Gesetzentwurf des baden-württembergischen Innenministeriums. Danach soll es Städten und Gemeinden ermöglicht werden, durch Bildung von Zweckverbänden sich gegenseitig Dienstleistungen zu offerieren. Uschi App machte deutlich: „Wirtschaften ist und bleibt Aufgabe der gewerblichen Unternehmer. Wenn sich der Bund, das Land, die Landkreise, die Städte und Gemeinden hier zukünftig vermehrt wirtschaftlich betätigen wollen, dann ist dies nach unserer Ansicht absolut der falsche Weg!“ Der Staat und damit auch Städte und Gemeinden sollten sich auf ihre ureigensten Aufgaben konzentrieren. Die „Belastung des 2. und 3. Arbeitsmarktes“ durch den Wettbewerb mit sozialen Einrichtungen, den zunehmenden Aktivitäten von Städten und Gemeinden mit 1-Euro-Jobbern und die geplante Bürgerarbeit kamen ebenfalls zu Sprache. Der Berufsstand fordert hier den Schutz der Politik, denn es kann nicht sein, dass Arbeitsplätze durch solche Maßnahmen gefährdet werden.
Die Landschaftsgärtner erhoffen sich Unterstützung durch Minister Rudolf Köberle. „Schließlich“, so Thomas Heumann „schaffen unsere Betriebe Ausbildungs- und Arbeitsplätze in den Regionen, im eigenen Land, das darf die Politik nicht vergessen.“

Weitere Informationen gibt es beim: 
Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Baden-Württemberg e.V.
Filderstr. 109/111
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon 0711/ 97566-0
Internet www.galabau-bw.de
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