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Aktuelle Ausblicke beim Branchentreff der Region Stuttgart

Aktuelle Ausblicke beim Branchentreff der Region Stuttgart

Corten-Stahl und vielseitige Beschichtungen
Gastgeber dieser Regionalversammlung war das Fördermitglied Gartenmetall, das für dieses Event die Hallen auf Hochglanz brachte und den Abend mit spannenden Betriebsführungen in kleinen Gruppen startete. Laserschneidern bei der Produktion zuzusehen ist kein alltägliches Erlebnis und fast ebenso beeindruckend war ein Schweizer Pick-Up, dessen Ladefläche frisch mit Polyurea beschichtet war. Mit dieser Kunststoff-Beschichtung stattet Gartenmetall normaler Weise seine Corten-Stahl-Brunnen aus, doch die damit verbundenen Eigenschaften wie wasserdicht, rutschhemmend, abriebfest, ölresistent und leicht zu reinigen, bieten sich perfekt für Ladeflächen an. Mittlerweile ist die Firma Gartenmetall, die vor 14 Jahren gegründet wurde und seit 2007 auch unter diesem Namen firmiert, der größte Verarbeiter von Corten-Stahl in Deutschland. Thumm wies in seiner Begrüßung knapp und prägnant auf seine transparente Preispolitik hin, zu der in der Winterzeit auch Sonderpreise für projektierte Objekte gehören. Auch typische Fehlerquellen beim Einbau von Corten-Stahl, wie beispielsweise der permanente Kontakt mit Wasser oder Feuchtigkeit, waren wichtige Inhalte für die anwesenden Verarbeiter. „Beratung ist das A und O beim Corten-Stahl und dann machen die Produkte jahrzehntelang Freude“, so Thumm. Die neue Kollektion für das Jahr 2019, zu welcher auch ein Außenküchenblock gehört, lässt das breite Sortiment weiter wachsen. Im März 2019 veranstaltet Gartenmetall erneut sein kostenloses Verarbeiter-Seminar für Landschaftsgärtner in den Nürtinger Produktionshallen.

Aktuelle Brancheninfos
„Mittlerweile liegt die Auslastung der Betriebe bei 16 Wochen, wenn es um Neubauten geht, in der Pflege sind es nach wie vor luxuriöse 10 Wochen Vorlauf“, eröffnet Reiner Bierig, Geschäftsführer des VGL. Die Betriebe bewerten die Wirtschaftslage derzeit mit der Schulnote 1,9, die Stimmung am Markt ist entsprechend gut. Sechs Angebote reichen bei öffentlichen Submissionen im Durchschnitt aus, um einen Auftrag zu erlangen, für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Angebote sind sogar drei ausreichend. Der GaLaBau-Betriebsvergleich zeigt, dass die Ertragskurven seit 2015 bei fast allen Betriebsgrößen nach oben gehen, jedoch sind drei Prozent bei den kleineren Betrieben nach wie vor zu wenig für diese gute Auftragslage. „Hier lohnt es sich tatsächlich, sich im Winter Zeit zu nehmen, um zu überprüfen, wo hier der Ertrag auf der Strecke bleibt“, empfiehlt Bierig, denn eine noch bessere Marktsituation wie zurzeit wird es kaum geben, um sich einen Puffer für schlechtere Zeiten aufzubauen.

Im Zuge der Dieselfahrverbote in Stuttgart konnten Handwerkerausnahmen verhandelt werden, jedoch nur mit einer Selbstverpflichtung des Handwerks, die Umstellung des Fuhrparks voranzutreiben. Die Vereinheitlichung der Ausbildungsvergütung vor und nach dem 18. Lebensjahr ist laut Bierig angesichts des Wettbewerbes um junge Menschen eine sehr sinnvolle Entscheidung. Ab 1. Januar 2019 steigt zudem der gesetzliche Mindestlohn auf 9,19 Euro an. „Die Zahl der vermittelten Ausbildungsverhältnisse bei der Flüchtlingsarbeit hat sich im Jahr 2018 von 50 (2017) auf 28 reduziert. Diese Entwicklung zeigt, dass die Hürde hoch ist, vor allem wenn es um die sprachliche Eingliederung und die Berufsschule geht“, so Bierig, der anmerkt, dass Andreas Haupert als Willkommenslotse nun seit zweieinhalb Jahren eine unglaublich wertvolle Arbeit leistet. Die Aktion „GaLaBau trifft Politik“ war ein voller Erfolg. Von 143 eingeladenen Landtagsabgeordneten meldeten sich 70 für ein Politikerpraktikum oder einen Betriebsbesuch an. Davon waren 16 Abgeordnete aus der Region Stuttgart, inklusive der Minister Peter Hauk und Franz Untersteller. Zum Thema „Rettet den Vorgarten“ gibt es nun vom BGL neue Unterlagen, die in der Kundenberatung unterstützen.

Die Gesellschaft für Konsumforschung betätigt, dass die neue Form der Nachwuchswerbemotive, die an dramaturgische Kinowerbung erinnert, bei der Zielgruppe bestens ankommt. „Gespräche mit dem Hochbau, Stuckkateuren und dem Fliesenlegerhandwerk machen deutlich, wie sehr wir um das AuGaLa (Ausbildungsförderwerk des Garten- und Landschaftsbaus) und die sich damit eröffnenden Möglichkeiten beneidet werden“, ergänzt Bierig und zeigt gleichzeitig auf, wie wichtig es ist, nicht müde zu werden, für diesen Beruf zu werben, wenngleich sich die aktuell 1.339 Ausbildungsverhältnisse absolut sehen lassen können. Der Wermutstropfen daran ist eine Abbrecherquote von rund 25 Prozent. Dieser soll nun mit dem Internetportal www.azubi.help.de entgegengewirkt werden. In Form einer Online-Hilfe können hier die Azubis mit Problemen die entsprechenden Ansprechpartner finden, ihr Herz ausschütten und anonym um Rat und Unterstützung fragen. Natürlich ist dieses Portal auch als App verfügbar. Die Ausbildungsbeauftragten der Regionen, die Nachwuchsberaterinnen des VGL, Almut Meyer und Elke Güber, sowie die Ausbildungsbeauftragten der Regierungspräsidien sind hier als kompetente Ansprechpartner gelistet.

Hinter dem Projekt GaLa-Q des BGL steckt eine Qualifizierungsinitiative zur Nachqualifikation von Mitarbeitern in bestimmten Bereichen. Das zurzeit kostenfreie Pilotprojekt ist sehr gut angelaufen und in allen Kursen ausgebucht. Die Initiative soll auf jeden Fall weitergeführt werden und die Mitgliedsbetriebe werden hierzu auf dem Laufenden gehalten.


Die erste interkommunale Gartenschau findet im Jahr 2019 vom 10. Mai bis 20. Oktober in 16 Gemeinden im Remstal statt. Insgesamt werden hier 180 Millionen Euro in Außenanlagen, Renaturierungsmaßnahmen sowie Sportanlagen investiert. „Aktuell haben 18 Mitgliedsbetriebe ihre Unterstützung in verschiedenster Form zugesagt“, freut sich Bierig. Anlässlich der bevorstehenden Bundesgartenschau findet die Mitgliederversammlung des VGL am 15. März 2019 in der Harmonie in Heilbronn statt. Das Programm verspricht wieder spannende neue Erkenntnisse durch den Psychologen und Neurowissenschaftler Dr. Volker Busch sowie den Kabarettisten und Jongleur Timo Wopp, so viel sei schon mal verraten.

Messe GARTEN outdoor ambiente
Wolfgang Weber, Regionalvorsitzender der Region Stuttgart, erläuterte das geplante Hallenkonzept der Messe GARTEN outdoor ambiente im April 2019. Zum ersten Mal wird eine grüne Allee durch die Messehalle geführt, die in grünen Bändern aus Gehölzen und Stauden ihre Fortsetzung findet und Parkcharakter in die Halle bringt. Weber animierte die Mitgliedsbetriebe, diese gelungene Plattform mit ihrem großen Einzugsgebiet und dem passenden Motto „Lebendige Gärten“ für eigene Schaugartenbeiträge zu nutzen. Das Messeteam unterstützt dabei mit Pressearbeit sowie professionellen Marketingaktionen. Die Standflächen sind für Mitglieder und Fördermitglieder des VGL nach wie vor kostenfrei. „Ein Schaugarten, und der muss gar nicht mal groß sein, ist die ideale Möglichkeit zur Neukundengewinnung, zur Pflege des Kundenstamms, zur Kundenbindung, aber auch zur Mitarbeitermotivation“, erläutert Weber, der den Bau des VGL-Beitrages in 2019 übernimmt.

BUGA Heilbronn
Detleff Wierzbitzki informierte zum aktuellen Stand des Ausstellungsbeitrages auf der BUGA: Alle Regionengärten befinden sich mittlerweile im Bau, auch beim siebten Garten des bdla erfolgte der Spatenstich. Die Planung des Dachgartens vom Seminarraum, der zusammen mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg entwickelt wurde, ist abgeschlossen. Das BUGA-Programm am Standort des VGL erweitert sich sukzessive um hochkarätige Veranstaltungen. Zurzeit läuft alles perfekt im Zeitplan.


Nina Wolff, Regionalvorsitzende der Region Stuttgart, erläuterte den Baufortschritt des Stuttgarter Regionengartens. Die gemeinsame Azubi-Aktion, bei der 35 Ausbildungsbetriebe ihre Jugendlichen zum Bau des Gartens unter der Bauleitung von Chrissi Wolff und Vincent Koch, über die Regionalvorsitzende Lea Hörr angemeldet haben, ist ein voller Erfolg. Die Azubis waren begeistert über die außergewöhnliche Aufgabe, übernachteten in der jeweiligen Arbeitswoche in der Jugendherberge auf dem BUGA-Gelände und wurden auch abends beim gemeinsamen Essen bestens versorgt. „Wir konnten für unseren Regionengarten sehr viele Partner und Sponsoren gewinnen und auch aus den eigenen Reihen der Kollegen kam sehr viel Unterstützung. Trotzdem sind die Kosten noch nicht komplett gedeckelt“, so Wolff. Im März 2019 erfolgt die Fertigstellung des Gartens. Das Was-serbecken und die Überdachung werden eingebaut, der Ortbeton für den Weg mit den schönen Blätterkonturen geschalt und die ersten Stauden für den Frühjahrsflor gepflanzt. Geplant ist ein Austausch der Staudenflächen im Sommer, um neue Farbkompositionen zu zeigen.

Kollegengespräche sowie ein reger Austausch mit den anwesenden Fördermitgliedern und Mitarbeitern von Gartenmetall, bildeten zusammen mit leckerer italienischer Pizza direkt aus dem Bachkofen neben dem Laserschneider, einen sehr gelungenen Veranstaltungsausklang.

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